Akupunktur

Immer mehr Menschen nutzen alternative Heilmethoden. Die Akupunktur ist ein Jahrtausende altes und bewährtes Behandlungssystem. Sie ist ein Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Akupunktur © apops - Fotolia.com

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Lebensenergien stärken

Der Begriff Akupunktur kommt aus dem Lateinischen und setzt sich zusammen aus acus = die Nadel und punctio = das Stechen. In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist es das Ziel jeder Behandlung, das Qi zu stärken und so krankhafte Einflüsse zu vertreiben. Das Qi ist die Lebensenergie, die in den bei jedem Lebewesen vorhandenen Meridianen im gesunden Zustand ohne Blockaden zirkulieren kann. Wird der Fluss der Energie gestört, treten Krankheiten auf. Mit Akupunkturnadeln wird in definierte Akupunkturpunkte im Verlauf der Meridiane gestochen. Diese Behandlung soll den gestörten Energiefluss wieder ins Lot bringen.
Neben der Behandlung der Akupunkturpunkte innerhalb der einzelnen Meridiane, die den ganzen Körper durchziehen, ist Akupunktur auch in kleineren Strukturen möglich. Bei der Ohrakupunktur nach Nogier wird das Abbild des Menschen in der Form des Ohres nachempfunden. So können gesundheitliche Probleme auch durch das Setzen von Akupunkturnadeln am Ohr behandelt werden. Ähnliche Ansätze werden bei der Fuß- und Schädelakupunktur verfolgt. Aus Korea stammt die Handakupunktur, bei nur an den Händen Nadeln gesetzt werden.
Die Laserakupunktur ist eine absolut schmerzfreie Form der Akupunktur. Die blockierte Energie wird durch die Einwirkung von Laserstrahlen wieder in einen gleichmäßigen Fluss gebracht. Die Haut wird nicht durch einen Einstich mit einer Nadel verletzt. Diese Form ist besonders für die Behandlung von Kindern und bei Patienten geeignet, die unter einer Nadelphobie leiden. Eine Weiterentwicklung der Akupunktur stellt die Injektionsakupunktur dar. Dabei werden homöopathisch verdünnte Medikamente in die Akupunkturpunkte appliziert.

Ein bewährtes ganzheitliches Heilverfahren

Die Erfolge der Akupunktur bei der Heilung oder Linderung von gesundheitlichen Beschwerden werden heute auch von der Schulmedizin anerkannt. Mittlerweile gibt es eine Reihe von Krankheitsbildern, bei denen sich der Einsatz der Akupunktur besonders bewährt hat. Dazu gehören beispielsweise Schmerzen, die durch Kniegelenksarthrosen verursacht werden. Bei Rückenschmerzen und bei der Behandlung von Migränepatienten wurde durch klinische Studien nachgewiesen, dass die Wirksamkeit der Akupunktur höher einzuordnen ist, als die der allgemein praktizierten schulmedizinischen Behandlung.
Bei Erkrankungen der Atmungsorgane, des Verdauungstraktes, bei neurologischen Problemen und bei Muskel- und Knochenschmerzen hat sich die Akupunktur ebenfalls bewährt. Besonders bei einem Krankheitsbild, das mit chronischen Schmerzen verbunden ist, ist die nebenwirkungsfreie Behandlung mit Akupunktur sehr geeignet. Viele Krankenkassen haben die Akupunktur mittlerweile in ihr Leistungsspektrum aufgenommen.

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