Durch viel Fett zunehmen?

Dieses Thema im Forum "Ernährung allgemein" wurde erstellt von Logiaa, 04.07.2015.

  1. Logiaa

    Logiaa Newbie

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    Hey Leute,

    bin untergewichtig und möchte zunehmen. In letzter Zeit achte ich sehr auf meine Ernährung und zähle meine Kalorien mit einer App. Ich esse ich sehr viele fetthaltige Produkte, also wirklich viel Fett. Z.b. mixxe ich Quark mit Joghurt, fast jeden Tag, von beidem ca 200 g und das hat allein schon sehr viele Kalorien und Fett. Nebenbei treibe ich Kraftsport und nehme auch Protein Shakes, Weider Mega Mass 2000 (jeden Abend). Nun zu meiner Frage: Wie viel Fett sollte bzw. darf ich höchstens zu mir nehmen, damit es nicht gesundheitsschädigend wird? Und ist diese Art zuzunehmen eigentlich okay? Anders ist es wirklich sehr schwer Masse aufzubauen. Natürlich achte ich auch darauf, dass es nicht zu ungesund wird.

    Glaube zwar ist unnötig aber wiege 51 KG und bin 170 cm groß.

    mfg

    Logiaa
     
  2. AdMan

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  3. f4me

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    Dir fehlt ein anständiger Ernährungsplan. Weight Gainer sind zb schon einmal rausgeschmissenes Geld...
    Hast du mal deinen Kalorienverbrauch ausgerechnet? Hast du das mal mit Kaloma abgeglichen?
    Weist du etwas über die verschiedenen Arten von Fett und welche davon gesund und ungesund sind?

    Lies dir etwas an, Google mal "Kalorienverbrauch berechnen", nimm dir da 6-7 Seiten raus und berechne nen Durchschnittswert, dann gleiche das ab mit Kaloma.
    Danach kommst du nochmal neu, da man deine Frage so nicht beantworten kann. Es gibt keinen Richtwert wann Fett ungesund ist, da es schwer darauf ankommt wann und welches Fett, was du drum herum isst und was du wann womit isst...
     
  4. Logiaa

    Logiaa Newbie

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    Also die App hat ausgerechnet, dass ich 2910 Kalorien pro Tag zu mir nehmen sollte. Habe mich als "aktiv" angegeben, also das ich mich im Alltag viel bewege. Einen Ernährungsplan habe ich zwar nicht, aber habe gedacht, dass wenn ich meine täglichen Kalorien decken bzw. sogar übersteigen würde, es reichen würde um zuzunehmen. Warum sind denn Weight Gainer rausgeschmissenes Geld? 400 Kalorien extra + Eiweiß. Was wäre denn eine Alternative dazu? Ich glaube da gibt es die gesättigten und die ungesättigten, aber das wars auch schon was ich weiß. Und KaloMa zählt doch einfach nur die Nährwerte, oder? Die App, die ich aufm Handy hab tut das gleiche und kann da sogar die Barcodes von Lebensmitteln einscannen.
     
  5. f4me

    f4me Natural doesn't mean weak
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    nochmal: lies dir etwas an, baue dir einen ernährungsplan, lass ihn hier checken. spül den gainer ins klo und wenn du doch nicht (aus welchen gründen auch immer) auf ihn verzichten willst, nimm ihn direkt nach dem training. ist der einzige zeitraum wo der körper mit einfachzucker etwas anfangen kann...
     
  6. alecia

    alecia Hantelbankwärmer

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    Ich hab meine Zweifel, ob die App so richtig ist. Fett essen ist gar nicht mal so wichtig beim Zunehmen, greife auf gesunde und lang anhaltende Kohlenhydrate, mach aber weiterhin Sport ohne Leistungsdruck, verfalle nicht in die völlig ungesunde Ernährung bitte, Dein Körper wird Dir nicht danken.
     
  7. anni

    anni Newbie

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    Einfach viel essen und zwar von allem. Zwar kein Scheiß aber ruhig auch mal was fettiges. Kohlenhydrate Eiweiße usw. Aber bloß kein Fastfood oder so ein scheißm damit verbaust du dir nur alles!
     
  8. #7 TheOwnplay, 27.07.2015
    TheOwnplay

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    Hallo Logiaa,

    cool, dass du hier so ein Thema ansprichst :)
    Ich gehe durch die Angabe deiner Körpereigenschaften davon aus, dass du einem ektomorphem Körpertyp mehr ähnelst als den anderen.
    Ich selbst bin auch stark ektomorph veranlagt und hab Probleme an Gewicht zuzunehmen.

    Gerne möchte ich mit dir meine Erkenntnisse teilen, die ich über die letzten drei Jahre sammeln konnte!

    Zuerst etwas zum Training:
    Versuche beim Training auf viel Gewicht und wenig Wiederholungen auszulegen.
    Hierbei ein kleines Beispiel (Bankdrücken):
    Nimm das Gewicht, dass du gerade noch packst und versuche hierbei circa fünf Wiederholungen zu machen. Das Ganze dreimal pro Übung und am Besten dreimal in der Woche.

    Zu deiner Ernährung:
    Du darfst Fett und Kohlenhydrate auf keinen Fall als Hauptbestandteil des Muskelaufbaus sehen.
    Dein primäres Ziel sollte es sein die Ernährung auf viel Protein und Kohlenhydrate aufzubauen.

    Ich als ektomorpher Körpertyp habe z.B in meiner Muskelaufbauphase folgende essentiell wichtigen Hauptnährstoffe zu mir genommen (Pro Tag):
    - 5500 Kilokalorien
    - 100g Fett
    - 160g Protein
    - 250g Kohlenhydrate

    Hierbei ist folgendes zu beachten:
    - 5500 Kilokalorien: Ernähre dich bei einer solchen Menge wirklich gesund, da dein Körper sich sonst unschön melden könnte. Das heißt für dich, dass du möglichst alle Supplements mit bereits beigefügtem GEschmack vermeiden solltest. Nimm am besten immer den Reinstoff und mische diesen für dich selbst. Ich habe einen Blog, in dem du über die Ernährung noch einiges erfährst, was dir hilft um zuzunehmen. Wenn es dich interessiert: COLIN: LINK RAUSGENOMMEN

    - 100g Fett: Fett sollte wie oben genannt nicht dein primäres Masse-Ziel sein, denn hiermit legst du nur unnötig ungesunde Muskelmasse an. Wenn du trotzdem nicht auf Fett verzichten willst, dann würde ich an deiner Stelle mehr auf Gluten achten, denn diese sind zuständig für einen Großteil der Verwertung des Fetts und deren Anlage im Körper. Also entweder wenig Fett und dafür alles andere oder mehr Fett und dafür weniger Gluten.

    - 160g Protein: Protein sollte auf keinen Fall in deiner Ernährung fehlen. Hier ist vor allem wichtig, dass du das Ganze nicht auf einmal in dich reinstopfst, sondern eher in kleinen Portionen über den Tag verteilst zu dir nimmst (Eine Große Menge Protein wird vom Körper nicht so effizient verwertet wie mehrere kleine Portionen).

    -250g Kohlenhydrate: Ich kann dir empfehlen viel Nudeln, Reis (vor allem Quinoa) und Hafer zu essen. Wenn du genauer darauf achten willst, dann empfehle ich dir langkettige Kohlenhydrate. Ich habe hierzu auf meinem neuen Blog ebenfalls bereits ein paar gute neue Rezepte :-)

    Also im Großen und Ganzen ist es wichtig für dich deinen Nährstoffhaushalt auf Protein und Kohlenhydrate zu spezialisieren. Fett legt zwar Masse an, aber dies bringt dich letztendlich nicht an das Ziel, an das du eigentlich kommen willst.

    Wenn du Interesse an den Rezepten in meinem Blog hast:
    COLIN: LINK RAUSGENOMMEN

    Solltest du noch Fragen haben, so kannst du dich gerne bei mir melden!

    Cheers
    Jannis | TheOwnplay
     
  9. f4me

    f4me Natural doesn't mean weak
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    Du hast jetzt schon in 2 Threads Werbung für deine Seite gemacht und legst ernsthaft den vergleich nahe, jemand mit seinen daten sollte über 5000 kcal pro tag zu sich nehmen?

    dass die geschichte mit dem körpertypen mehr ein mythos ist und mit KEINER wissenschaftlichen messung bewiesen wurde ist dir aber schon klar oder? das kann dir auch jeder ökotrophologe erklären...
    zudem wurde diese theorie bei durchschnittsmenschen und nicht bei sportlern aufgestellt und lange bevor man wusste, wie sehr man den stoffwechsel durch verschiedene arten der ernährung, bewegung, stress, supps etc beeinflussen kann.
    zudem würde ich, vorausgesehen deine berechnungen sind korrekt, dir dringend raten dich mal durchchecken zu lassen, besonders im bezug auf nieren und schilddrüse.
    abgesehen von dem guten michael phelps der mit seiner 12000 kcal "diät" sicherlich für wirbel gesorgt hat, ernähren sich sogar viele PROFIsportler im bereich von 3000-5000 kcal. heißt entweder machst du vergleichbar viel sport oder etwas läuft nicht oder noch nicht so, wie es laufen sollte.

    gruß f4me
     
  10. #9 TheOwnplay, 28.07.2015
    TheOwnplay

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    Hi,

    danke für deine Antwort. Ja, das ist wahr, dass ich zweimal auf meinen Blog verwiesen habe. Dies habe ich aber auch nur getan, da die Inhalte hierzu passend sind und die Fragen auch beantworten, ohne dass ich hierfür nochmals einen überaus langen Text schreiben muss.

    Zu den Somatotypen:
    Mir ist sehr wohl bewusst, dass ein eindeutiger Somatotyp durchschnittlich bei gerade mal zwei von 10 000 Personen zutrifft. Wenn du meine Beiträge liest wirst du aber auch feststellen, dass ich von einer verstärkten Verankerung spreche. Wie oben genannt können nur die wenigsten komplett einem Typen komplett zugeordnet werden. Der durchschnitt bewegt sich meist mit einer Verteilung von 30% - 40% - 30%. Ich selbst handhabe dies auch so, indem ich für eine Person die für mich erkennbare stärkere Seite heraussuche und darauf aufbaue. Dies war bisher auch niemals negativ oder falsch aufgefallen.

    Zu den Nieren und den Schilddrüsen:
    Ich selbst habe eine Schilddrüsenüberfunktion und das ist mir auch bewusst. Dies ist aber auch wieder ein Hinweis auf einen stärker ausgeprägten ektomorphen Körpertyp, falls du inzwischen verstanden hast, wie ich hierbei vorgehe.

    Zur Ernährung und dem Sport:
    Ich selbst mache sehr viel Sport. Dies ist in Kombination mit meiner Schilddrüsenüberfunktion auch ein Grund, weshalb ich nochmal länger brauche um effektiv zuzunehmen. Gerne kannst du mich auch mal persönlich darauf ansprechen, dann erkläre ich dir wie ich mein Training/meine Ernährung aktuell plane.

    Viele Grüße und einen schönen Abend!
    Jannis | TheOwnplay
     
  11. f4me

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  12. #11 kFiTnEsS, 08.09.2015
    kFiTnEsS

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    Hallo zusammen ich werde so in 2 Wochen anfangen zu trainieren und wollte fragen wenn ich so schnell Masse aufbauen will wie möglich ist es ok wenn ich anfange mit normalem speck am bauch :kringel: ? Vielen Dank
     
  13. AdMan

    Hi
    guck dir mal die passende Kategorie an.

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  14. f4me

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    kollege, du hast doch bereits in einem anderen thread danach gefragt. ernährung und training müssen passen.
    bevor du jetzt in noch mehr threads fragen stellst lies dir bitte mal folgenden text AUFMERKSAM durch! da steht alles drin was du wissen musst!

    Hallo und willkommen im Forum,

    vorneweg: Dies soll keine 0815 Antwort für alles werden, sondern einfach die Grundprinzipien des Kraftsports für Beginner aufzeigen und helfen, sich nicht durch falsches Training den Körper zu verbauen.

    Viele Leute haben sich jetzt ein Herz gefasst und wollen etwas für ihren Körper tun oder haben sogar schon begonnen und wollen nur ein paar Tipps haben, um richtig weiter zu machen. Da sich die Fragen in der Regel immer wiederholen, habe ich mal die wichtigsten Punkte zusammengefasst, um diesen Personen auf den richtigen Weg zu helfen.

    Einige wollen den ganzen Körper stärken, wieder andere wollen sich einfach nur fitter fühlen und ganz andere wollen nur ein schnelles Sixpack und einen dicken Bizeps und achten auf nichts anderes (nennt man auch „Discopumper“).

    Wichtig sind zunächst folgende Punkte:

    1. Niemals einseitig trainieren!!! Trainierst du immer nur Brust und Bizeps, wirst du über kurz oder lang zu der gern gesehenen „Affenhaltung“ kommen. Darüber hinaus sind Rückenprobleme und Haltungsschäden vorprogrammiert. Sowohl für das optische Gesamtbild, als auch für deine Gesundheit: Tu es nicht!

    2. Für den Anfang (darunter kann auch das ganze erste Jahr zählen) bietet es sich immer an, einen GK (Ganzkörperplan) zu machen und zwar aus folgenden Gründen:
    - Als Trainingsbeginner hast du meist sehr viele Muskeln, die noch nie solchen Reizen wie denen beim Training ausgesetzt waren. Auch deine Sehnen und Bänder betreten hier völliges Neuland. Trainierst du jetzt direkt zu einseitig, werden einige Muskeln immer stärker und verkürzen sich oder ziehen einfach zu stark an bestimmten Gelenken, da der Gegenspieler diese nicht halten kann. Die Folge ist z.B. ein Buckel durch alleiniges Brust und Bauchtraining, weil die hintere Schultermuskulatur, der Trapez, der Rautenmuskel, der Lat, der Nacken und einfach sämtliche Muskeln am Rücken nicht mit dem starken Zug der Brustmuskeln konkurrieren können.
    - Auch kennst du als Beginner i.d.R. nicht die richtige Ausführung und musst erst ein Gefühl für die Ausführung und die Muskelbelastung entwickeln. Gern genommenes Beispiel hierfür wäre z.B. der Lat. Die Leute machen Latziehen mit viel zu viel Gewicht, fälschen dabei ab wie sau, schwingen sich bis zum Boden und wundern sich, dass sie den Lat nicht spüren, sondern eher den Bizeps. (Das ist allerdings auch bei weniger Gewicht bei Beginnern oftmals ein Problem. Da beim Latzug (zb) eine ganze Kette von Muskeln mitspielen und der Lat ein sehr großer und starker Muskel ist, kommt es nicht selten vor, dass man zu Anfang beim Latziehen primär den Bizeps oder Unterarm merkt und nicht den Lat. Das liegt daran, dass diese Muskeln einfach die untrainiertesten und schwächsten in der Muskelkette sind und daher auch als erstes brennen bzw. versagen) Die Lösung heißt: Dranbleiben, mit korrekter Ausführung weiter trainieren! Der Körper gleicht seine Defizite bei ausbalanciertem Training aus. Nach einigen Wochen sind die schwächsten Muskeln plötzlich stärker und du wirst ein Gefühl für den Lat bekommen und diesen richtig spüren. Bis dahin ist eine gleichmäßige Stärkung der gesamten Körpermuskulatur das a und o.
    - Darüber hinaus sind Beginner meist nicht in der Lage, die nötige Intensität aufzubringen um einen Muskeln kurz und gezielt zu plätten. Gerne nehme ich hier das Beispiel eines früheren Probanden von mir, der mir erzählte seine Brust wäre unermüdlich und er würde bei jedem Training 25 Sätze für die Brust machen und hätte immer noch Power…Dann schaust du dir an wie „lasch“ er diese Sätze macht und verstehst sofort, warum er so viele Sätze davon machen kann. Das Gespür dafür, wie weit du deinen Muskel belasten kannst und wann tatsächlich ein Muskelversagen erreicht ist, erreicht man i.d.R. erst nach einigen Monaten.
    Ich selbst habe dies bei vielen Trainingsprobanden beobachtet. Erfahrene Athleten sind tatsächlich in der Lage, sich selbst mit ein oder zwei Übungen so dermaßen zu plätten, dass sie kurz vor dem Kollaps sind. Und das ohne 1000 Sätze zu machen! Das schaffen Beginner jedoch meist nicht, daher empfiehlt es sich hier absolut, erst einmal einen Ganzkörperplan mit um die 15 Wdh zu machen. 3 Sätze pro Übung sind hier mehr als ausreichend. Warum 15, das ist doch schon fast Kraftausdauer? Ja und nein, am Anfang werden deine Muskeln sowieso extrem auf die neuen Reize reagieren. Abgesehen davon erhält man bei vielen Wdh durch den Pump besser ein Gefühl für den Muskel. Nach zwei-drei Monaten kannst du auch gerne die Wdh auf z.B. 10-11 herunterschrauben.
    - Hast du dir jetzt einen GK erstellt, musst du auch hier schauen, dass immer die Agonisten und Antagonisten (Spieler und Gegenspieler, Beispiel: Bizeps/Trizeps) ausgeglichen trainiert werden. Ein Typischer GK könnte also folgendermaßen aussehen:

    1. Kniebeugen mit Langhantel oder Kurzhantel (LH/KH)
    2. Gestrecktes Kreuzheben (LH/KH) oder Beinbeuger an der Maschine
    (Waden)
    3. Klimmzüge oder Latziehen (falls beide Möglichkeiten ausscheiden gingen noch Überzüge liegend mit KH. In diesem Fall allerdings nach Nr. 4 ausführen.
    4. Rudervariante: LH-Rudern oder KH-Rudern auf der Bank
    5. Bankdrücken/Liegestütze
    6. Military Press (gesamte Schulter, aber primär vordere Deltas)
    7. Seitheben (seitliche Deltas)
    8. Vorgebeugtes Seitheben (hintere Deltas)
    9. L-Flys (extrem wichtig für die Rotatoren!!!)
    10. Bauch (für die Leute die sich ein schnelles Sixpack wünschen gibt es einen kleinen Trick: Hier erstens auch Rumpfstabilisierungsübungen mit einbauen und zweitens z.B. Situps auf der Römerbank mit Terraband oder Zusatzgewicht machen; und zwar im gleichen Wdh-Bereich wie die anderen Übungen. Die Bauchmuskeln werden dadurch größer (wachsen wie jeder andere Muskel auch) und sind somit auch durch eine dickere Haut/Fettschicht leichter zu erkennen.)
    Eventuell zusätzlich:
    (Bankdips/Dips/Seildrücken)
    (LH-Curls)

    3. Wenn du dir deinen GK erstellst und auch wenn du Splits etc machen willst, achte immer darauf von großen nach kleinen Muskelgruppen zu gehen. Es bringt dir nichts, wenn du deinen Bizeps am Anfang völlig plättest und danach Rücken machen willst. Versuch mal eine Ruder oder generelle Zugübung mit einem völlig erschöpftem Bizeps. Das wird nicht funktionieren und dein Rücken hat den Nachteil.
    Die Reihenfolge wäre hier wie folgt: Beine-Rücken-Brust-Schulter-Bauch/Rumpf-(Arme).

    4. Weniger ist in diesem Sport oft mehr!!! Nur weil du unbedingt schnell dicke Arme haben willst, brauchst du nicht von Anfang an 1000 Sätze für Bizeps und Trizeps zu machen. Im Gegenteil: Eigentlich brauchst du gerade am Anfang kaum Sätze für Bizeps und Trizeps. Diese werden zu Beginn genug durch schwere Zug und Drückübungen mittrainiert und werden allein dadurch schnell wachsen (konnte auch ausnahmslos bei jedem Probanden beobachten). Wenn du unbedingt meinst, deine Arme am Ende noch zusätzlich plätten zu müssen, mach einfach einen Satz Bizepscurls und einen Satz Seildrücken am Ende des Trainings, das reicht!

    5. Trainiere als natural Trainierender nie mehr als 60, maximal 90 Minuten. Alles was darüber hinaus geht, lässt katabol wirkende Stresshormone über den anabolen hinaussteigen und bringt folglich nicht mehr viel und kann in vielen Fällen auch einfach nur die Regenerationszeit unnötig verlängern oder sogar durch Übertraining zum Muskelabbau führen.

    6. Die Muskeln wachsen in der REGENERATION! Jeden Tag trainieren bringt dir nur Nachteile, ganz abgesehen davon, dass du dein ZNS (ZentralesNervenSystem) völlig überforderst und ins Übertraining geraten wirst. Dort angekommen bringt nicht nur dein Training wenig, sondern vor allem grüßen auch Probleme im Alltag.

    7. Stetige Steigerungen sind ein MUSS in diesem Sport. Aber auch hier sollte man als Anfänger nicht übertreiben. Steigere dich erst, wenn du die 15 Wdh sauber und ordentlich schaffst.

    8. Die Ernährung: Supplements wie Eiweißpulver etc. brauchst du eigentlich noch gar nicht. Auf gar keinen Fall solltest du direkt am Anfang zu Kreatin oder sogar Weight Gainern greifen (letzteres ist sowieso der größte Schwachsinn, i.d.R. immer ein riesen Berg Einfachzucker mit Eiweißpulver). Deine Ernährung sollte dem Training angepasst werden. Dazu bietet es sich an, auf einer der zahllosen Internetseiten hierfür den Kaloriengrundumsatz und den Kalorienverbrauch zu berechnen (google einfach „Kalorienbedarf berechnen“, dann nimmst du dir 6 Seiten raus, berechnest diesen dort anhand deiner Daten und körperlichen Betätigung, anschließend addierst du diese 6 und teilst dann durch 6. So erhälst du einen guten Durchschnittswert, da jede Seite etwas anderes anzeigen wird) und dann passt du deine Ernährung je nach Ziel so an, dass du entweder ein Kalorienplus(Masseaufbau) oder ein Kalorienminus (Masseabbau/Diät) zu fahren. Hier auch mit keinem zu starken Minus oder Plus anfangen, da du sonst schneller stagnierst und schneller zu dem Verlangen kommst, ernährungstechnische Ausnahmen zu machen. Wenn du nicht weißt, wie viel Kalorien etc. bestimmte Lebensmittel haben die du Tagsüber so zu dir nimmst, lade dir das Programm „Kaloma“ (PC) oder „MyFitnessPal“ (PC&Handy) herunter. Dabei handelt es sich um gigantische Lebensmitteltabellen, wo sämtliche Lebensmittel mit Nährwerten aufgelistet sind.
    Dort gibst du einfach alles ein, was du planst über den Tag zu essen und gleichst es mit deinen Ergebnissen von den 6 Seiten von oben ab. Für Kaloma gibt es auch Listen für Aldi und co. Auch kannst du bei beiden Programmen noch selber Lebensmittel eintragen. Wenn du es trotzdem aus welchen Gründen auch immer nicht schaffen solltest, deinen Eiweißbedarf über die Ernährung abzudecken, dann kauf dir eben noch ein gescheites Wheyprotein für nach dem Training. Ein gescheiter Richtwert in der Welt des Bodybuilding und Kraftsport ist das Zweifache des Körpergewichts in g, sprich ein 80kg Athlet nimmt 160g Eiweiß. Das Anderthalbfache reicht jedoch in der Regel auch. Wenn dann dein EP steht und du bereits ordentliche Erfolge verbucht hast, es aber noch weiter gehen soll -> beschäftige dich mal mit dem Glykämischen Index und auch mit biologischer Verfügbarkeit.
    Wenn du jetzt denkst: „Aber ich habe doch immer genug gegessen und ich nehme trotzdem nicht zu, ich bin bestimmt ein Hardgainer“ – Sage ich dir: Schwachsinn! Wenn du nicht gerade eine Schilddrüsenkrankheit hast oder etwas noch Schlimmeres kannst du auch zunehmen. Nehmen wir an du bist 16. Du bist in der Blüte deines Stoffwechsels, du kannst „essen was du willst“ denkst du, da du dir auch mal drei oder vier Pizzen an einem Tag reinhauen kannst, nimmst aber trotzdem nicht zu. Dann führe dir mal vor Augen, dass der Körper nicht (entgegen vieler Klatschdiätzeitschriften) sofort an einem Tag Fett wird, nur weil du mal zu viel gegessen hast. Der Körper gleicht dies über die Tage aus. Isst du eine Woche lang jeden Tag 10000 Kcal wirst du wahrscheinlich zunehmen. Isst du diese an einem Tag und ansonsten normal, gehst vll auch hier mal eine längere Strecke oder machst sonst etwas, gleicht sich der Körper wieder aus. So läuft der Hase. Willst du zunehmen, befolge erst einmal die o.g. Schritte und schau mal ob du tatsächlich so viel isst. Solltest du dies tatsächlich tun kommt hier ein Geheimtipp den ich schon so manchem Probanden gegeben habe, der felsenfest davon überzeugt war ein Hardgainer zu sein: Iss pro Tag ein Kilo Haferflocken zu deinem normalen Essen und siehe da, du wirst aufgehen wie ein Hefekloß!
    Natürlich ist dies nur ein Beispiel. Ich rate hier nicht dazu einfach so falsch weiter zu essen und dazu Haferflocken zu futtern. Allerdings hat es sogar der ein oder andere mal für bare Münze genommen und sich gewundert wie sein Körper sich verändern kann 

    9. Massephase oder Defiphase? Antwort: Am besten erst mal gar keine Phase! Du beginnst mit dem Training. Dein Körper wird zu Anfang so oder so wachsen, da die Muskeln auf die neuen, noch ungewohnten Reize reagiert. Massephasen in denen man i.d.R. ein enormes Kcal-Plus fährt und sich anschließend in der Defiphase wieder in Shape zu bringen bieten sich meist nicht für naturale Hobbyathleten an, schon gar nicht für Anfänger.

    10. Abnehmen oder Zunehmen geht über Ernährung und Training.
    Nachdem dir wie in Punkt 8 beschrieben deinen Kalorienverbrauch errechnet hast, solltest du deine Ernährung daran anpassen. Um hier gleich ein paar Annahmen und Mythen entgegenzuwirken: NEIN! Es ist definitiv nicht möglich nur punktuell an einer Stelle Fett zu verbrennen und an anderen nicht! Wenn du lieber dem 200kg-garantiert-natural-Monsterpumper aus deinem Studio glauben willst mach das, ansonsten erkundige dich bei fachkundigem Personal.

    11. „HILFE! ICH HABE EINEN BAUCH UND BIN ANSONSTEN DÜNN!
    Wie oft bin ich diesen Satz jetzt schon gefragt worden…Ruhig Blut! Ich fasse mal etwas zusammen:
    - du bist 14-25 Jahre alt
    - du bist ein dünner Typ
    - du hast trotzdem einen leichten Bauchansatz im vorderen Bereich
    - und jetzt überlegst du ob du erst eine Diät machen sollst um den Bauch weg zu kriegen oder direkt Muskeln aufbauen sollst?
    Stimmt das soweit? Die Antwort ist immer dieselbe: bei Männern speichern wir unsere Notfall-Energiereserven für schlechte Zeiten evolutionsbedingt am Bauch, speziell im vorderen Bereich. So ist das nun mal. Wenn du sowieso schon dünn bist, solltest du jetzt hungern??? Nein, oder willst du ein Magersuchtmodel bei Germanys Next Hautständer werden? Du bist so dünn weil du kaum Fett geschweige denn Muskeln am Körper hast.
    Diese sind übrigens hauptausschlaggebend dafür, dass du Fett verbrennst bzw. erhöhen deinen Kalorienverbrauch. Stell es dir wie Öfen in einer Fabrik vor. Bau Muskeln auf, der Bauch verschwindet irgendwann von ganz alleine. Das geschieht durch andere Proportionen, das steigende Verbrennungspotential bzw. den gesteigerten Grundumsatz durch die Muskeln und eine angepasste Ernährung. Also iss sauber, trainiere hart und stärke verdammt nochmal deinen Körper!

    Damit viel Erfolg, Gruß f4me
     
  15. amano

    amano Alter Admin
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Thema:

Durch viel Fett zunehmen?

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