Energieverbrauch

Dieses Thema im Forum "Diäten & Abnehmen" wurde erstellt von Philipp, 07.08.2008.

  1. #1 Philipp, 07.08.2008
    Philipp

    Philipp Hantelträger

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    Hier diesen Artikel finde ich sehr schön schaut ihn euch doch mal an! :-)

    Energieverbrauch

    Die alarmierende Zunahme des Körpergewichtes in Industrieländern ist nicht durch eine zunehmende Energieaufnahme, sondern durch einen verminderten Energieverbrauch zu erklären. Verantwortlich dafür ist die unzureichende körperliche Aktivität im Alltagsleben. Neben diesem Phänomen gibt es noch andere Aspekte, die zur Gewichtszunahme führen; sie werden im folgenden erwähnt.

    Der Energieverbrauch des Menschen besteht aus drei Komponenten: Grundumsatz, Thermogenese (Wärmebildung) und körperliche Aktivität. Der Grundumsatz ist der Energieverbrauch in völliger körperlicher Ruhe nach nächtlichem Fasten. Er deckt den Energiebedarf für die Erhaltung von Grundfunktionen des Menschen (z. B. Herzarbeit, biochemische Reaktionen usw.). Der Anteil des Grundumsatzes am Gesamtenergieverbrauch beträgt 55 bis 70 Prozent. Unter Thermogenese versteht man den Energieverbrauch durch wärmebildende Stimuli wie Verdauung ("thermic effect of food"), Muskelarbeit, psychische Stimuli, Hormone und Medikamente. Der Anteil am Energieverbrauch beträgt ca. 10 Prozent. Während Grundumsatz und Thermogenese nur wenig beeinflußbar sind, trifft das für die körperliche Aktivität nicht zu. Man unterscheidet eine spontane und eine intentionale Aktivität. Dieser Anteil am Gesamtenergieverbrauch ist stark variabel und kann 15 bis 35 Prozent betragen.

    Führt ein verminderter Energieverbrauch zur Gewichtszunahme?

    Zu einer Gewichtszunahme kommt es immer dann, wenn die Energiebilanz positiv ist, d. h. Energieaufnahme und Energieverbrauch sich nicht die Waage halten. Die Bilanz kann daher auch auf der "Ausgabenseite" gestört sein; betroffen davon können alle drei Komponenten sein, der Grundumsatz, die Thermogenese und die körperliche Aktivität.

    Erniedrigter Grundumsatz:
    Der Grundumsatz hängt eng mit der Muskelmasse zusammen. Personen mit wenig Muskulatur verbrauchen daher wenig Energie und laufen Gefahr, Gewicht zuzunehmen. Das trifft grundsätzlich für Frauen zu. Ihr Energieverbrauch liegt etwa 200 kcal unter dem von Männern. Die Muskelmasse eines Menschen nimmt bereits ab dem 30. Lebensjahr spürbar ab. Ißt ein 60jähriger wie ein 20jähriger, wird er zweifelsohne Gewicht zunehmen. Ähnliches trifft für eine Reduktionskost zu. Dabei wird nicht nur Fett, sondern auch Muskelmasse abgebaut. Die Folge ist ein Absinken des Energieverbrauches. Paßt der Patient seine Energieaufnahme nicht dem ständig abnehmenden Energieverbrauch durch fortlaufende Reduktion der Nahrungsaufnahme an - welch ein Unterfangen! - wird sein Gewicht sistieren. Der Grundumsatz unterliegt zudem einer genetischen Disposition. Untersucht man Familien und vergleicht den Grundumsatz der Probanden, fällt auf, daß die Unterschiede innerhalb einer Familie viel geringer sind als zwischen den Familien.

    Daß ein niedriger Grundumsatz bereits mittelfristig Übergewicht und Adipositas verursachen kann, wurde eindrucksvoll in einer aufwendigen Studie gezeigt. Der Grundumsatz wurde in einer Respirationskammer bei 126 Personen bestimmt. Dessen Höhe wurde in die Kategorien niedrig, mittel und hoch eingeteilt (Abb.3 unten). Diejenigen mit einem niedrigen Grundumsatz nahmen innerhalb von 4 Jahren 8mal häufiger mehr Gewicht (+ 10 kg) zu als solche mit einem hohen.

    Reduzierte Thermogenese (Wärmebildung):
    Ähnlich wie der Grundumsatz wird auch die Thermogenese durch komplizierte hormonelle und metabolische Prozesse gesteuert. Adipositasforscher haben daher schon lange vermutet, daß die Wärmebildung insbesondere nach Nahrungsaufnahme und während Muskelarbeit bei Adipösen vermindert ist. Wenngleich hierzu mehrere Dutzend Untersuchungen vorliegen, ist das Ergebnis nicht eindeutig. Versucht man ein Resumee zu ziehen, kommt man zu dem Schluß, daß Adipöse im Durchschnitt eine reduzierte Thermogenese aufweisen; dieser Defekt läßt sich durch Gewichtsabnahme nicht beseitigen.

    Verminderte körperliche Aktivität:
    Für jeden ist unmittelbar einleuchtend, daß verminderte Bewegung langfristig das Körpergewicht erhöht. Am besten wurde das bei Kindern untersucht. Kinder und Jugendliche mit einem Fernsehkonsum von > 5 h/d wurden 4,6mal häufiger übergewichtig als solche mit einem Konsum von 0 - 2 h. Die Fernsehdauer war sowohl mit dem Entstehen als auch dem Verschwinden des Übergewichtes korreliert. Fernsehen erklärte 60 Prozent der Gewichtszunahme. Möglicherweise sind Adipöse auch spontan weniger körperlich aktiv als Normalgewichtige. Ob es sich hierbei um ein genetisches oder verhaltenstradiertes Phänomen handelt, ist umstritten.

    Verminderte Fettoxidation:
    Hinsichtlich der Entwicklung des Körpergewichtes ist es nicht gleichgültig, welche Substrate der Körper verbrennt (oxidiert). Personen mit einem hohen respiratorischen Quotienten (RQ), die demnach bevorzugt Kohlenhydrate oxidieren, nehmen innerhalb von Jahren deutlich mehr an Gewicht zu als solche mit einer Fettoxidationsrate. Adipöse haben, wenn man sie in Querschnittstudien mit Normalgewichtigen vergleicht, einen höheren Anteil an Fettverbrennung. Wissenschaftler vermuten, daß es sich hierbei um einen Endzustand handelt. Zu Beginn der Adipositas mag sehr wohl das Gegenteil bestanden haben.

    Alkohol vermindert die Fettverbrennung. Personen mit einem hohen Alkoholkonsum nehmen nicht nur deshalb an Gewicht zu, weil Alkohol einen hohen Energiegehalt hat (1 g = 7 kcal), sondern weil Alkohol zudem eine Verschiebung der Oxidation hin zur Kohlenhydratverbrennung bewirkt. Zur Ernährungsumstellung bei Gewichtsreduktion gehört daher immer auch eine Alkoholreduktion. Auch bestimmte Medikamente (z. B. Betablocker) vermindern die Fettoxidation und erhöhen daher innerhalb von einigen Jahren das Gewicht um einige Kilogramm.



    Quelle: http://www.ifap.de.
     
  2. AdMan

    Schau dir mal diesen Guide an. Empfehlenswert!

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  3. Andy82

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  4. #3 Philipp, 07.08.2008
    Philipp

    Philipp Hantelträger

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  5. #4 Philipp, 07.08.2008
    Philipp

    Philipp Hantelträger

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    So Andy alles erledigt :-D
     
  6. AdMan

    Hi
    guck dir mal die passende Kategorie an.

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