Hilfe: Seit 2 Jahren unklare Beschwerden nach Brusttrainings

Dieses Thema im Forum "Gesundheit" wurde erstellt von ISOMUN, 18.03.2012.

  1. ISOMUN

    ISOMUN Newbie

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    Hallo liebe Forengemeinde
    und vielen Dank für das Lesen meines Beitrages. :)

    Nach zahlreichen, verzweifelnden Arztbesuchen ohne Hilfe, wende ich mich nun hoffnungsvoll an die Body Building Foren, da es bestimmt jemanden aus diesem Sport gibt, dem ähnliches wiederfahren ist und der mir helfen kann.

    Ich bin 24, durchschnittlich gebaut und trainiere in Fitnessstudios seitdem ich 16 bin. Zwischenzeitlich hatte ich einige Pausen wg. Erkältung, fehlender Motivation oder beruflichem Stress (aber nicht länger als ein halbes Jahr inkl. Intensitätsreduzierung).
    Ich habe eine Lizenz zum Kieser Training Trainer gemacht, weswegen ich die Einstellungen/Ausführungen der Trainingsgerätschaften recht gut kenne.

    Zum eigentlichen Problem:
    Frühjahr 2010: Ich war einige Monate regelmäßig im Training (3x die Wo.) und trainierte gerade die Brust an der Brustdrückmaschine D6, Fotos hier:

    http://www.kieser-training.de/praeventives-krafttraining/krafttraining-uebungen/brustdrucken/

    [​IMG]

    [​IMG]

    und zwar indem ich die Griffe vertikal am Griffende angefasst habe. Bei Kieser Training trainiert man nach dem Einsatzprinzip, weswegen ich mir gutes Gewicht aufgelegt hatte um gerade ca. 10 Wdh. oder auch 100 Sek. (4/2/4) zu schaffen.
    Ich musste die Ellenbogen wohl etwas tief „hängen“ gelassen haben, jedenfalls sprach mich plötzlich ein Trainerkollege an, dass ich doch bitte die Ellbogen auf Schulterhöhe korrigiere, sodass Hand, Ellbogen und Schulter auf einer Höhe sind. Als ich dies unter Voll-Last tat, knackte es rechts (ungefähr so, als wenn man eine Blockade löst) irgendwo im Bereich meiner rechten Nackenhälfte. Doch dabei dachte ich mir nichts und beendete den Satz.

    Ab dem nächsten Tag ist meine rechte Nackenhälfte angespannt und mein Hals leicht nach rechts (in Richtung Schmerz) fehlgestellt. Die daraus resultierende, morgendliche Blockade selber zu lösen tut zwar gut, ändert aber nichts an der Verspannung. Wenn ich meine Schultern ganz weit zurückziehe, sticht es im vorderen Bereich in der Nähe des Schlüsselbeins. Seit diesem Vorfall kann ich drückende Bewegungen vor dem Körper wie Flachbank, Liegestütze und Bewegungen wo die Arme neben dem Körper geführt werden: Klimmzug zum Nacken, Dips, Schulterdrücken, Seitheben o.Ä. nicht mehr schmerzfrei ausführen. Es gibt immer gleich einen stechenden Belastungsschmerz in der Region Hals/Nacken/Schlüsselbein/Schulter und ich muss aufhören.

    Beängstigt davon pausierte ich das komplette Training für 6 Monate, schließlich wollte ich ja nicht dass dies chronisch wird. Doch es blieb wie es war und so fing ich leichtes Fitnesstraining ohne Brust/Schulter mit Fokus auf Rücken wieder an, was ich bis heute immer noch mache.
    Seither habe ich folgendes unternommen:

    - Arztgespräch mit einem Orthopäden & Unfallchirurg, Diagnose: Schultereckgelenk ist gereizt -> 2-3x Spritzen mit örtlichem Betäubungsmittel dorthin brachten nichts. 10x Pulsierende Magnetfeld-, sowie 6x Ultraschalltherapie brachten auch keine Besserung.

    - Arztgespräch mit einem Allgemeinmediziner mit Zusatz Chirotherapie, Sportmedizin: Diagnose: Schultereckgelenk ist gereizt -> 1x Cortison Spritze brachte keine Besserung. MRT HWS Befund: beginnende retrospondylophytäre Anbauten im Segment HWK3/4 linksbetont ohne signifikante Einengung des Neuroforamen, unauffällige Darstellung der HWS, allerdings etwas steilgestellt, keine Myelopathie oder Wurzelbedrängung - unauffällig.

    - MRT der Schulter privat, Diagnose: Impingementsyndrom, rezidivierende Beschwerden. Keine Bursitis, keine Läsion der Rotatorenmanschette, keine subkrominale Enge - unauffällig.

    - Gespräch mit einem Schulterchirurg, Diagnose: Diskus unter dem Schultereckgelenk gereizt. Kein Grund zum Operieren. Geht mit der Zeit weg.
    - Gespräch mit einem Neurochirurgen, Diagnose: Stromnerventest: Nerven sind alle in Ordnung. Zur Schulter kann er nichts sagen.
    - 3x Chiropraktik Anwendungen, Ganzkörper Blockaden lösen tat gut, half aber nicht.
    - 3x Osteopathie, lief ähnlich ab wie bei der Chiropraktik
    - 6x Krankengymnastik, Mattenübungen für den Trapezmuskel im mittleren Bereich halfen kurzzeitig etwas.
    - 6x Klassische Massage mit Fango, half nur für den Tag der Behandlung.
    - 5 Tage Diclofenac zum Einnehmen, Diclofenac Creme oder auch Pferdesalbe, Kytta Salbe half alles nichts.

    Und so seht ihr mich verzweifelt, denn es ist nach 2 Jahren immer noch nicht weg und alle Maßnahmen die ich hinsichtlich unternommen habe verliefen ins Leere.. :(

    Habt ihr eine Idee was mir helfen könnte?
    Wen sollte ich sonst noch aufsuchen/befragen?
    Wer von euch hat/hatte ähnliche Probleme?

    Ich danke für eure Antworten und wünsche einen schönen Sonntagabend.
    Gruß ISOMUN
     
  2. AdMan

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  3. Colin

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    Herzlich willkommen hier und vielen Dank für die ganzen Informationen!
    Du hast Glück, dass all die Diagnosen nichts wirklich "schlimmes" entdeckt haben. Also keinen Kapselabriss oder sonstiges. Das erlaubt dir ein weiteres Training, wenn auch ein vorsichtiges und angepasstes.

    Das Schlagwort liegt bei der Diagnose des MRT's, und zwar Impingementsyndrom. KEINE LÄSION DER ROTATORENMANSCHETTE ist auch verdammt gut, weil das hätte ziemlich langwierige Beschwerden und Einschränkungen zur Folge. Die Schleimbeutel in deiner Schulter sind auch alle okay... Weil da ja steht "keine Bursitis".
    Also das ist alles unauffällig wenn du mich fragst.

    Ich bin der Meinung, dass du dank dieser positiven Diagnose, die ja nichts außer "Reizung" entdeckt hat, bald wieder beschwerdefrei trainieren könntest.

    Und zwar schätze ich, dass du in diesen 8 Jahren nicht ein einziges mal Rotatorentraining gemacht hast. Hinzukommt, dass du wohl sehr ausgiebeig Brust und Schulter mit Drückübungen belastet hast. Dieser eine Tag an dem etwas "gekracht" hat, wird nicht der Auslöser gewesen sein, denn da hätte was kaputt gehen müssen was man jetzt feststellen könnte.

    Die Lösung wird also im Rotatorentraining liegen.

    http://myogenic.de/wiki/praxis:rotatorentraining

    Dort steht alles wichtige drin.

    Bei weiteren Fragen einfach melden.

    Und noch zur Sicherheit:
    Ich bin kein Arzt und das ist nur eine Vermutung, die auf eigenen Erfahrungen basiert, da ich ebenfalls starke Beschwerden hatte da ich nie Rotatoren trainiert habe. Nach dem regelmäßigen Rotatorentraining verschwanden die Beschwerden komplett, hab heute wieder absolut gesunde Schultern! Also die Angaben sind ohne Gewähr und du solltest es immer mit ärztlichem Rat absichern, nicht dass meine Tipps alles nur schlimmer machen!

    Aber aufgrund der Diagnosen die nichts tragisches gefunden haben, denke ich, dass Rotatorentraining helfen wird. In der Zeit würde ich weiterhin normal trainieren, jedoch mit extrem niedrigen Gewichten und im Audauerbereich, damit die Gelenke und gereizten Bereiche nicht noch mehr belastet werden. Also auch bei Latzug und Co, nur wenig Gewicht, dafür viele Wiederholungen. Sozusagen präventives Training.
    Ergänzend dazu IMMER und REGELMÄßIG Rotatorentraining nach der Anleitung dieser Website.

    Viele Grüße Colin!
     
  4. ISOMUN

    ISOMUN Newbie

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    Danke Colin für deine Antwort :)

    Ja ich denke ich sollte auch wieder anfangen mit leichten Gewichten zu trainieren. Für ca. 3 Monate habe ich schonmal die Außenrotation am Kabelzug gemacht. Das tat recht gut, ich fands nur etwas langatmig und es hat nichts an den Verspannungen geändert. Bestimmt geht das auch nicht so schnell. Aber auf der Website, die du mit in deinen Beitrag geschrieben hast, sind ja noch weitere Übungen, vielleicht greifen die besser. Ich danke Dir jedenfalls. Das ist schon mal ein Lichtblick :)
     
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