Kleines Kraftsportwörterbuch

Dieses Thema im Forum "Bodybuilding Lexikon" wurde erstellt von Andy82, 23.10.2007.

  1. Andy82

    Andy82 V.I.P.

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    Als kleine Hilfestellung für unsere Neuzugänge hab ich mal ein kleines Kraftsportwörterbuch erstellt.

    Vielen Dank auch an Amano und no_pain_no_gain für das Korrekturlesen und die vorgeschlagenen Änderungen/Ergänzungen.

    _____________________________________________________________

    A)

    Adoniskomplex = Psychologisches Phänomen, das ein gestörtes Selbstbild beschreibt. Wird auch als Muskelsucht bezeichnet. Der eigene Körper wird, gemessen am persönlichen Ideal, als unzureichend angesehen. ( © Fraggles )

    Agonist = Muskel der die Hauptarbeit einer Bewegung trägt. Der Agonist wird bei einer Bewegung immer gebeugt. Beispiel, beim Armcurl ist der Bizeps der Agonist. Ausnahme: bei einer exzentrischen Muskelarbeit wird der Agonist nicht gebeugt (bzw. kontrahiert nicht mehr; aber er ist immernoch der Agonist)

    Antagonist = Gegenspieler des Agonisten. Der Antagonist wird bei einer Bewegung immer gedehnt. Beispiel, Beim Armcurl ist der Trizeps der Antagonist. Ausnahme: Bei einer konzentrischen Belastung wird der Antagonist nicht gedehnt

    Anabol = muskelaufbauend (Stoffwechselsituation)

    Aminosäuren = Protein setzt sich aus 23 verschiedenen Arminosäuren zusammen. Einige davon sind essentiell und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. (Anmerkung: Wenn von Arminosäuren gesprochen wird, ist meistens die Gruppe der proteinogenen Arminosäuren gemeint)

    Ausdauerkraft = Kondition, die Fähigkeit eine bestimmte Tätigkeit (z.B. Laufen) für eine längere Zeit durchzuführen. Nicht zu verwechseln mit Kraftausdauer!

    B)

    Blutzucker = Unter Blutzucker versteht man den Glucoseanteil im Blut

    Biologische Wertigkeit von Protein = Die Biologische Wertigkeit von Proteinen sagt aus, wie gut ein Protein aufgenommen werden kann. Je höher die Wertigkeit, desto besser wird es verarbeitet.

    Bodyweight Training = Training, das auschliesslich mit dem eigenen Körpergewicht durchgeführt wird. Besonders geeignet für Anfänger und Jugendliche. Beispiele für diese Trainingsart sind Klimmzüge, Liegestütze usw.

    C)

    Cardio = Ausdauertraining (Joggen, Radfahren, Schwimmen usw.)

    D)

    Definitionsphase = Während der Definitionsphase soll der Körperfettanteil abgesenkt werden, so dass die Muskeln sichtbar werden. Hierzu wird die Ernährung so umgestellt, dass ein Energiedefizit entsteht. Die Defi wird meistens mit zusätzlichem Cardiotraining gekoppelt.

    Dextrose = Traubenzucker, ist ein Einfachzucker und gehört zur Gruppe der Kohlenhydrate

    Discopumper = Häufig in dem örtlichen Fitnesscenter anzutreffender männlicher Zeitgenosse. Trainiert in der Regel 5x bis 6x pro Woche nach dem Prinzig „Mehr ist mehr“. Eine Trainingseinheit dauert nicht selten 2 ½ Stunden, wobei sich das Training meistens aus 40% Brust, 30% Bizeps, 20% Bauch und 10% Eigenbewunderung vor dem Spiegel zusammensetzt. Übungen für die Beine werden konsequent vermieden, dafür alle Arten legaler und illegaler Hilfsmittel gerne genutzt.

    E)

    Endomorph = Neigung zur Pummeligkeit. Der Endomorph tut sich mit dem Fettabbau sehr schwer. Dafür besitzen die Muskeln das Potential, sehr schnell aufgebaut werden zu können. Typische Kennzeichen: rundes Gesicht, breite Hüften, kurze Arme und Beine

    Ektomorph = Neigung zur Schlankheit. Der Ektomorph nimmt trotz guter Ernährung und richtigem Training nur sehr schwer zu. Typische Kennzeichen: hochgewachsen, sehr schlank, lange Arme und Beine, schmale Schultern

    F)

    Fett = wichtiger Energielieferant des Körpers. Man unterscheidet zwischen gesättigten Fettsäuren, einfach ungesättigten, zweifach ungesättigten oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren, sowie Transfettsäuren (diese sind mehrfach ungesättigt, und sollten weitgehend gemieden werden). Einige Fette sind essentiell und können vom Körper nicht produziert werden. Diese müssen durch die Nahrung mitaufgenommen werden.

    G)

    Ganzkörpertraining = Alle Muskelgruppen werden in einer Trainingseinheit belastet. Meist wird ein GK-Training von Anfängern zur Eingewöhnung benutzt. Wichtig zum Grundkraftaufbau.

    Glukose = siehe Dextrose

    Glykogen = Glykogen dient dem Organismus zur kurz- bis mittelfristigen Bereitstellung von Energie. In der Leber und den Muskeln wird das Glykogen bei entsprechender Aufnahme von Kohlenhydraten gespeichert und bei Bedarf in Energie (in Form von Glucose) aufgespalten und dem Körper zur Verfügung gestellt.

    Grundübung
    = Als Grundübung bezeichnet man komplexe Mehrgelenksübungen. Kniebeugen, Bankdrücken, Kreuzheben oder Klimmzüge sind die geläufigsten Grundübungen, allerdings werden oft auch Dips oder verschiedene Rudervarianten als Grundübungen gewertet.

    H)

    Hardgainer = siehe Ektomorph

    HIT = High Intesity Training. Kurze hochintensive Trainingseinheiten sind das A und O dieses Systems. Um dies zu erreichen, werden verschiedene Intensitätstechniken genutzt. Nicht für Anfänger geeignet

    HIIT = High Intensity Intervall Training, ein kurzes, sehr intensives Ausdauertraining. Ein Intervall besteht aus einem Sprint und einem Lauf. Es werden mehrere Intervalle ohne Pause durchgeführt. Eine Einheit dauert inkl Aufwärmen und Auslaufen in der Regel zwischen 20 und 30 Minuten. Nicht für Anfänger geeignet.


    Hypertrophie = Massezuwachs durch Vergrösserung des Muskelquerschnitts

    I)

    Insulin
    = Hormon, welches der Körper zur Regulierung des Blutzuckerspiegels produziert. Zudem fördert es die Verarbeitung von Arminosäuren, den Energietransport und den Fettabbau. Insulinausschüttung ruft eine anabole Stoffwechselsituation hervor.

    Intensitätstechniken
    = Techniken um das Training härter (intensiver) zu gestalten. Diese Techniken werden von fortgeschrittenen Sportlern eingesetzt um neue Reize zu setzen. Als klassisches Beispiel für eine Intensitätstechnik sind Supersätze (z.B. Nach einem Satz Bankdrücken wird ohne Pause ein Satz Fliegende durchgeführt).

    Isolationsübung = Übung zur gezielten Beanspruchung des gewünschten Muskel. Die Hilfsmuskeln werden hierbei nahezu ausgeschaltet.

    J)

    K)

    Katabol = muskelabbauend

    Ketose = Diätform, bei der Ketose werden die Kohlenhydrate sehr stark eingeschränkt. Nur für sehr Fortgeschrittene/Profis geeignet.

    Kohlenhydrate = wichtiger Energielieferant des Körpers. Man unterscheidet zwischen einfachen Kohlenhydraten und komplexen bzw. kurzkettigen, mittelkettigen und langkettigen KH´s. Je länger die KH-Kette, desto länger wird der Körper mit Energie versorgt (vereinfacht ausgedrückt)


    Komplexübung = siehe Grundübung

    Kondition = siehe Ausdauerkraft

    Kraftausdauer = Fähigkeit einen Kraftaufwand (z.B. beim Bankdrücken) mehrfach zu wiederholen. Hier hat die Muskelkraft einen grösseren Einfluß als die Kondition. Nicht zu verwechseln mit Ausdauerkraft

    L)

    Low Carb =Diätform mit reduziertem Kohlenhydratanteil

    M)

    Maltodextrin = wasserlösliches Kohlenhydratgemisch (Zusammensetzung kann variieren). Es wird eingesetzt, um Nahrungsmittel mit Kohlenhydraten anzureichern.

    Massephase = Während der Massephase soll die Muskelmasse aufgebaut werden. Da hierzu ein Energieüberschuss notwendig ist, werden leider auch meistens die die Fettdepots aufgefüllt.

    Maximalkraft
    = Die Maximalkraft beschreibt die grösstmögliche Kraft, die man gegen einen Gegenstand ausüben kann. Wird unterschieden zwischen statischer (z.B. Haltekraft) und dynamischer Maximalkraft (z.B. Zug- oder Druckkraft).

    Megasätze
    = selbes Prinzip wie Supersätze, nur werden nicht zwei, sondern 3 Übungen miteinander kombiniert. Nicht für Anfänger geeignet.

    Mesomorph = Neigung zur Muskulösität. Der Mesomorph kann schnell Muskeln aufbauen, Fett lagert sich meist nur am Bauch und der Hüfte ab. Typische Kennzeichen sind die V-Form, ein langes breites Gesicht, große Hände und Füße.

    N)

    Nachermüdung = Trainingsmethode bei der ein Muskel zunächst mit einer Grundübung trainiert wird und anschließend durch eine Isolationsübung endgültig ausgepowert wird.

    O)

    P)

    Protein = „Grundbausteine“ aller Zellen.

    Pump = mit gutem Pump ist meistens gemeint das beim und nach dem Training der Muskel besser durchblutet wird und damit prall und aufgepumpt ist

    Q)

    R)

    Reduktionssatz = Trainingstechnik, bei der ein Satz bis zum Muskelversagen ausgeführt wird. Nach Erreichen MV wird das Trainingsgewicht reduziert und weitere Wiederholungen bis MV geleistet, danach wird das Gewicht erneut reduziert.

    S)

    Satz = Ein Satz setzt sich aus einer Anzahl hintereinander, ohne Pause, durchgeführter Wiederholungen zusammen.

    Schnellkraft = Fähigkeit eine Kraft möglichst schnell und explosiv auszuüben (z.B. beim Sprint).

    Split = Aufteilung der einzelnen Muskelgruppen in verschiedene Trainingseinheiten. Bsp. Tag 1 Beine,Waden, Schultern, Tag 2 Brust, Trizeps, Bauch Tag 3, Rücken, Bizeps, Nacken

    Supersatz = Intensitätstechnik, zwei Übungen werden ohne Pause kombiniert, z.B. nach einem Satz Bankdrücken wird ohne Pause ein Satz Fliegende durchgeführt um den Brustmuskel intensiv zu belasten.

    Supplements = Nahrungsergänzungsmittel wie Proteinpulver, Kreatin, L-Glutamin o.ä. Wichtig: Supplements sollen die Nahrung ergänzen, nicht ersetzen.

    Synergist
    = aktiver Synergist -> Unterstützender Muskel bei einer Bewegung. Beispiel: Beim normalen Bankdrücken wird die Hauptarbeit von der Brust (Anogist) erledigt. Allerdings unterstützen die Schulter und der Trizeps und nehmen der Brust einen Teil der Belastung ab.
    Passiver Synergist -> Ermöglicht die Ausführung einer Bewegung erst, durch Fixierung der Knochenpunkte. Beispiel: Bauchmuskeln beim Gehen. Ohne die fixiernede Funktion der Bauchmuskeln, würde die Kontraktion des Beinhebers ein Vorkippen des Becken bewirkens und nicht ein Anheben des Beines. (Beispiel aus Wikipedia)


    T)

    Teilwiederholung = Bei der Ausführung einer Übung wird nicht der komplette Bewegungsablauf wiederholt, sondern nur ein gewisser Teil davon, z.B. die untere Hälfte des Gesamtablaufs.

    Testosteron = Sexualhormon. Aufgrund seiner anabolen (muskelaufbauenden) Wirkung wird es oft als Dopingmittel genutzt.

    U)

    Übertraining = Durch zu geringe Regenerationszeiten kann sich der Körper nicht mehr ausreichend von der Trainingsbelastung erholen. Die Folgen sind mangelnde Motivation bis hin zu Depressionen, das Training bekommt einen katabolen Effekt, die Verletzungsgefahr steigt, Masseverlust (teilw. stark).

    V)

    Vorermüdung = Trainingsmethode bei der ein Muskel mit einer Isolationsübung vorbelastet wird, bevor er mit einer Grundübung belastet wird.

    W)

    Wachstumsfugen = zwischen den Epiphysen, die von Gelenkknorpel überzogen sind, und dem Knochenschaft befindet sich ein knorpeliger Zwischenraum, die Epiphysenfuge. Von dieser Fuge an den Endstücken der Knochen geht das weitere Längenwachstum aus. Deshalb werden sie auch Wachstumsfugen genannt. Mit zunehmendem Alter werden so die Diaphyse und die Epiphyse länger und kräftiger. Mit ca. 20 Jahren verknöchert die Wachstumsfuge. Hat sich die Epiphysenfuge geschlossen, so ist das Längenwachstum abgeschlossen.

    Wiederholung = Die Wiederholung ist der kleinste Teil einer Trainingseinheit. Sie stellt einen kompletten Bewegungsablauf einer Übung dar, z.B. beim Bankdrücken einmal nach oben drücken und wieder auf Ausgangsposition ablassen.

    Weight Gainer = kohlenhydratreiches Supplement, das dazu dient, Hardgainern beim Aufbau von Muskelmasse zu unterstützen. Gute Weight Gainer werden auf Maltodextrinbasis hergestellt.

    X)

    X-Reps = siehe Teilwiederholung

    Y)

    Z)

    Zirkeltraining = Die Übungen werden im Kreislauf durchgeführt. Nach jeweils einem Satz wird die Übung geändert. Zirkeltraining wird meist mit einem GK-Plan verbunden. Beispiel 1ter Satz Übung A -> 1ter Satz Übung B ->…1ter Satz Übung H -> 2ter Satz Übung A, 2ter Satz Übung B…
     
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