Kohlenhydrate===fett ???

Dieses Thema im Forum "Ernährung allgemein" wurde erstellt von Maurice, 17.11.2006.

  1. #1 Maurice, 17.11.2006
    Maurice

    Maurice Newbie

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    Hallo alle zusammen
    ich wollte hier einfach mal die frage in den raum stelln ab wann der körper kohlenhydrate in fett umwandelt ? :confused:
    Habt ihr selbst schon schlechte erfahrungen gemacht mit zu kohlenhydrat haltiger ernährung gemacht ?




    mfg
    maurice :mrgreen:
     
  2. AdMan

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  3. #2 no_pain_no_gain, 17.11.2006
    no_pain_no_gain

    no_pain_no_gain MP Kenner

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    Du kannst kurzfristig einen Kohlehydratüberschuss in deinem Körper anlegen.
    Kohlehydrate können bis ungefähr 2 Tage lang im Körper gespeichert werden, bevor sie zu Fett umgewandelt werden.
    Man kann das in der Ernährung zum eigenen Vorteil ausnutzen, indem man sich 1 oder 2 Tage vor dem Trainingstermin einen Kohlehydratvorrat "anfrisst", um die Glykogenspeicher zu füllen und reichlich Energie zur Verfügung zu haben. Man nennt das "Aufladetage".
    Da gibts auch ein Gegenstück zu :-)
     
  4. #3 Maurice, 17.11.2006
    Maurice

    Maurice Newbie

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    ahh ok ...das heisst also wen ich mir vor den training mal nen paar kohlenhydrate zu viel angefuttert hab muss ich nich die panic bekommen das das zu fett wird ....oder ?
     
  5. Big B

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    Die Kohlenhydratfrage ist ziemlich komplex und ist bei jedem Körpertypen anders zu beantworten. Die beste Methode ist das Prinzip Try and Error.

    Kohlenhydrate werden vom Körper zur Energiegewinnung und zur Einspeicherung als Glykogen genutzt. Außerdem haben sie einen erheblichen Einfluß auf den Insulinspiegel.

    Der Glykogenspeicher des Körpers hat sich bei einem normalen Tagesablauf mit normalen, Kohlenhydratreichen Mahlzeiten gegen Abend komplett gefüllt, so dass alle ab jetzt zugeführten Carbs einen direkten Einfluß auf den Insulinspiegel haben oder zum Teil auch in einer geringen Menge direkt in Fett umgewandelt werden. Kurzkettige Kohlenhydrate haben ebenfalls eine Insulinausschüttende Wirkung. Sobald ein erhöhter Insulinspiegel erreicht ist, werden alle Nährstoffe, welche sich im Körper befinden verstärkt in die Muskelzellen und Fettdepots gepresst. Aus diesem Grund sollte man auf den späten Verzehr von Carbs generell verzichten. Ebenfalls sollten Mahlzeiten mit kurzkettigen Carbs möglichst wenig Fett enthalten.

    Andererseits darf man aber auch nicht vergessen, dass Kohlenhydrate nach dem Training helfen, den Cortisolspiegel zu senken, also den Körper schneller wieder in eine anabole Stoffwechsellage versetzen.

    Kohlenhydrate sind also Freund und Feind zugleich. Bei Hardgainern können sie aber auch sehr wichtig sein, überhaupt irgendwie auf die gewünschte Muskelmasse zu kommen.

    Ich hoffe, dieser kurze Ausflug konnte dir ein wenig helfen.
     
  6. #5 Maurice, 17.11.2006
    Maurice

    Maurice Newbie

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    Jaa danke das hilft mir schon.Eine etwas komplizierte Sahe aber ok ...
    KAnn ich dan verhindern das der körper die kh in fett umwandelt indem ich sachen mit niedrigen glykämischen index nehme ??Die haben ja soweit ich weiss kaum auswirkungen auf den insulin spiegel
     
  7. Wody

    Wody MP Legende

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    Wenn man bedenkt, was die Kohlenhydrate in den vergangenen Jahren an „Prügel“ einstecken mussten, so ist es verwunderlich, dass es überhaupt noch Brot gibt. Sicher, Protein und Fett sind ernährungsphysiologisch von größter Bedeutung, aber es ist sicherlich äußerst ungesund Kohlenhydrate gänzlich aus der Ernährung zu verbannen, denn auch sie haben ihren Sinn und werden vom Körper benötigt ! Seit man zahlreiche Beweise vorgelegt hat, dass eine kohlenhydratreiche Ernährung die Fetteinlagerung fördert, greift eine Vorstellung um sich, dass eine kohlenhydratarme Ernährung die Gewichtskontrolle unterstützt. Der vollständige Verzicht auf Kohlenhydrate kann aber ein schwerwiegender Fehler sein; da viele Kohlenhydrate aus Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Bohnen zum Schutz vor Krebs und anderen Krankheiten beitragen. Manche enthalten zudem wichtige Ballaststoffe, welche das Abnehmen unterstützen.
    Man unterscheidet zwischen einfachen und komplexen Kohlenhydraten. Einfache Kohlenhydrate bestehen nur aus einem oder zwei Zuckermolekülen wie z. B. Sacharose (Haushaltszucker), Laktose (aus Milchprodukten) und Fruktose (aus Früchten). Die komplexen oder langkettigen Kohlenhydrate enthalten mehr als zwei Zuckermoleküle wie z. B. Reis, Nudeln, Kartoffeln oder Brot. Aufgrund der Molekularstruktur lässt sich allerdings nicht generell sagen, welche Kohlenhydrate nun gut oder schlecht sind. So liefert ein Apfel z. B. Nährstoffe und hält schlank, während Zucker dies nicht tut. In beiden Fällen sind es einfache Kohlenhydrate, doch der Nährwert lässt sich nicht vergleichen. Die Ernährungsfachleute wenden ein „Instrument“ an, um anzudeuten wie der Körper chemisch auf die Kohlenhydrate reagiert – den sogenannten glykämischen Index (GI). Dieser bewertet Nahrungsmittel danach, wie rasch sie Glukose freisetzen. Glukose wird im Blut als Blutzucker bezeichnet, dessen Vorliegen den Körper dazu auffordert, Insulin zu produzieren, welches den Zucker, der nicht gerade als Energie benötigt wird aus dem Blut entfernen und im Körper einlagern soll. Hier kommt nun der GI zum Tragen : Nahrung mit hohem GI – z. B. Nudeln, Weißbrot, weißer Reis oder Schokoriegel – wird rasch verdaut und überflutet den Stoffwechsel mit Zucker, sodass sämtliche Glukose, welche nicht sofort zur Verbrennung benötigt wird, möglichst rasch als Fett eingelagert wird. Am schlimmsten ist der gleichzeitige Verzehr von Kohlenhydraten mit hohem GI und Fett; da dann das aufgenommene Fett nicht zur Energiegewinnung genutzt werden kann, weil der Blutzuckerspiegel so rasant ansteigt, dass das Insulin ihn sofort in Fett umwandelt, damit er bald wieder abfällt – die Folge : man ist rasch wieder hungrig. Nimmt man dagegen Lebensmittel mit einem niedrigeren GI zusich – z. B. eine ausgewogene Mahlzeit mit Huhn, ballaststoffreichem Gemüse und Naturreis - , so verläuft die Verdauung langsamer, der Blutzucker steigt nur allmählich an und die Glukose steht über Stunden als Energie zur Verfügung bzw. der Blutzuckerspiegel sinkt nur langsam wieder. So muß das Insulin den Zucker nicht abrupt in Fett umwandeln, sondern kann ihn als „Baustoff“ für andere Aufgaben, wie z. B. den Aufbau und die Reparatur von Muskelmasse nutzen. Aufgrund des gleichmäßigen Blutzuckerspiegels kommt es auch nicht so schnell zu Heißhungerattacken. Allerdings ist es schwer zu sagen, welche Kohlenhydrate auf der GI-Liste ganz oben oder ganz unten stehen, da es sich beim glykämischen Index um ein Zeitmaß handelt. Deshalb konzentriert sich die Wissenschaft mittlerweile lieber auf die glykämische Last (GL), welche sowohl den GI eines Nahrungsmittels als auch die Menge der Kohlenhydrate in einer Portion, wodurch sich die glykämische Wirkung (der voraussichtliche Blutzuckeranstieg) leichter einschätzen lässt.
    Fazit : Je höher die GL eines Lebensmittels, desto stärker treibt es den Blutzucker in die Höhe und desto weniger hat man Energieniveau und Appetit unter Kontrolle. Allerdings ist im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung die Beachtung der glykämischen Last nur ein Einzelaspekt. Laut Dr. Jennie Brand-Miller (Dozentin für Ernährung an der University of Sydney und Autorin der „International Table of Glycemic Index and Glycemic Load) ist eine Diät mit hoher glykämischer Last immer noch besser als eine Diät voller gesättigter Fettsäuren. Das heißt, wer nur auf einen möglichst niedrigen glykämischen Index abzielt, tut sich keinen Gefallen, da er dann zuwenig Kohlenhydrate und zu viel Fett (wahrscheinlich gesättigtes) zu sich nimmt. Für eine optimale glykämische Reaktion sollten möglichst oft Nahrungsmittel mit einem GI unter 19 ausgewählt werden und die GL sollte nicht über 120 steigen.

    Hoffe mal, daß Dir das etwas weiter hilft
     
  8. AdMan

    Hi
    guck dir mal die passende Kategorie an.

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  9. #7 Maurice, 18.11.2006
    Maurice

    Maurice Newbie

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    wow danke für die umfangreiche erklärung
     
  10. #8 Daymate, 18.11.2006
    Daymate

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    und bei wikipedia gibt s ne liste welche produkte welchen GI haben. :prof:
     
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