Hypnose

Das Wort stammt aus dem Altgriechischen, dort bedeutet „hypnos“ Schlaf. In der Medizin wird das Verbringen in einen schläfrigen Zustand Sedierung genannt, daher ist die Hypnosedierung so etwas wie eine medizinische Hypnose, ein Verfahren, das den Menschen in einen Zustand der so genannten Trance versetzt. Die Trance ist im Prinzip ein Zustand sehr tiefer Entspannung, in der die Aufmerksamkeit des Menschen ganz andere Prioritäten hat als im Normalzustand.

Hypnose © hyperworx - Fotolia.com

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Eingeleitet wird die Hypnose beim Probanden (oder auch Klient, Patient, Hypnotisand) in der Regel durch einen anderen Menschen, dem Hypnotiseur; diese Aktion wird auch als Fremd- oder Heterohypnose bezeichnet. Das Unbewusste scheint in diesem Zustand Oberhand zu gewinnen über den Probanden, daher wirken so genannte Suggestionen, was eigentlich nur verbale Anweisungen durch den Hypnotiseur sind, ganz direkt auf das Unterbewusstsein.
Tranceinduktion ist nur eine andere Bezeichnung für die Einleitung der Trance. Dazu gibt es direkte und auch indirekte Methoden. Ganz allgemein besteht der „Trick“ darin, das kritische Bewusstsein des Probanden sozusagen Stück für Stück lahm zu legen mit Tätigkeiten, die eigentlich nur sehr geringe Aufmerksamkeit erfordern. Eine Voraussetzung für den Erfolg der Hypnose ist beim Probanden ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit, d.h. zum Einen auch erst einmal eine offene Bereitschaft für den Empfang der Hypnose; zum Anderen beim Hypnotiseur auch ein ansprechendes Charisma. Insofern darf man sehr wohl feststellen, dass nicht jeder Mensch wirklich hypnotisierbar ist (wenn er dies nicht will), und dass die erfolgreiche Durchführung der Hypnose auch andererseits nicht von jedem erlernt werden kann wie das Ein-mal-Eins.
Die Einbindung ruhiger Musik kann dabei unterstützend wirken, kann aber auch eher stören. Der Hypnotiseur suggeriert totale Entspannung. Unterstützt werden kann dieser Prozess durch eine gezielte Synchronisation der normalerweise unbewussten Atmung oder auch des Lidschlags mit einer vorgegebenen stufenweisen Entspannung. So nimmt der Hypnotiseur direkten Einfluss auf körperliche Abläufe oder das Energienieveau seines Patienten. Bei Probanden, die sich sozusagen völlig kritiklos und voller Vertrauen dem Hypnotiseur hingeben können, kann die Trance tatsächlich beliebig vertieft werden. Es gibt z. B. therapeutische Anwendungen, in denen das Unterbewusstsein über aller früheste Kleinkinderinnerungen befragt werden kann, sogar bis hin zu Aussagen, die noch vor dem Zeitpunkt der eigentlichen Geburt liegen, was z.T. zu extremen Interpretationen geführt hat, die in Richtung Wiedergeburt tendierten.

Mit der Exduktion wird der Hypnosezustand bzw. die Trance schließlich wieder beendet oder aufgelöst. Dabei kann es der Hypnotiseur so einrichten, dass auch dann noch bestimmte „posthypnotische“ Suggestionen weiter wirksam bleiben. Die Auflösung erreicht man in der Regel relativ schnell, sollte aber auch nicht überstürzt werden, denn schon allein der Umstellung des Herz-Kreislauf-Systems muss etwas Zeit eingeräumt werden, um beispielsweise Kopfschmerzen zu vermeiden. Aus diesem Grunde begegnet man so oft einer Methode, die beim Aufwärtszählen jeder Zahl einen erhöhten Wachzustand zugeordnet. Übrigens kann man sich als Proband danach durchaus an die „Sitzung“ erinnern, sofern der Hypnotiseur zuvor nicht eine „Amnesie“ suggeriert hatte.
Falls es doch einmal passieren sollte, dass eine Trance nicht so ganz ordnungsgemäß aufgelöst werden kann, besteht immer die Möglichkeit, die Trance erneut kurz einzuleiten bzw. zu vertiefen, um sie danach dann richtig komplett aufzulösen. Insofern darf sich jeder Proband ruhig unkritisch fallen lassen, denn es besteht bei der Hypnose tatsächlich absolut keine Gefahr. Bedenken, die in jene Richtung gehen, „der Hypnotiseur könnte mir befehlen, einem anderen Menschen großen Schaden zuzufügen“, sind deshalb gegenstandslos, weil die Hypnose das eigene Unterbewusstsein anspricht, d.h. wenn der Hypnotisand in seiner tiefen Seele ein ehrenwerter Mensch ist, dann kann ihn niemand zu Handlungen bewegen, die seiner Charakterstruktur widersprechen, wobei man sich aber auch vergegenwärtigen muss, dass nicht jeder Mensch auch tatsächlich ein ehrenwerter ist …..

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