Mentaltraining

Der ursprünglich aus der Sportpsychologie stammende Begriff Mentales Training wird inzwischen für eine Fülle an Konzepten und Strategien gebraucht, welche grundsätzlich alle das Ziel haben, den Nutzern zu einem erfüllteren Dasein zu verhelfen. Ob es sich dabei im Einzelnen um seriöse Angebote handelt, sei dahingestellt. Grundsätzlich lässt sich jedoch festhalten, dass die Fähigkeit, den eigenen Geist zu steuern, eine notwendige Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben darstellt. Vor diesem Hintergrund sollen in den folgenden Absätzen einige Aspekte rund um das Thema Mentaltraining beleuchtet und Anregungen für den Einsatz im Alltag geliefert werden.

Mentaltraining © Kirill Kedrinski - Fotolia.com

Mentaltraining © Kirill Kedrinski – Fotolia.com

Mentaltraining – ein allgemeiner Zugang

Gleichwohl sich die moderne Gesellschaft rühmt, Werte wie Individualität und Selbstverwirklichung zu fördern, scheint das nahezu unstillbare Interesse an Ratgebern, die richtungsweisend auf dem Weg zu mehr Unabhängigkeit sind, eher auf ein Defizit in diesem Bereich hinzudeuten. Denn trotz aller Proklamationen und ungeachtet ihres beruflichen oder gesellschaftlichen Status fühlen sich viele Menschen alles andere als frei und unabhängig. Vielmehr erfordert der stete Wandel auf dem Arbeitsmarkt eine ständige Anpassung an die sich ändernden Bedingungen, welche die Möglichkeiten zur Verwirklichung der eigenen Vorstellungen und Erwartungen eher limitiert und den Eindruck von zunehmender Fremdbestimmung anstelle von Selbstverwirklichung entstehen lässt. Da die wesentlichen Veränderungen im Leben bekanntermaßen im Kopf, das heißt beispielsweise in Form eines Traums, Plans oder eines konkreten Zielsetzungsprogramms, beginnen, kann sich Mentaltraining hier als hilfreich erweisen. Grob gesagt umfasst dieses Training alle Methoden, die notwendig sind, um das Leben zu führen, was man sich immer erträumt hat. Um also das für einen persönlich optimale Übungsprogramm zu finden, ist eine Bestandsaufnahme der eigenen Persönlichkeitsstruktur im Vorfeld empfehlenswert. Zählt man beispielsweise zu den Menschen, die bei den kleinsten Schwierigkeiten und Herausforderungen gleich aufgeben? Oder neigt man dazu, sich zu große Ziele zu stecken, welche man aufgrund ihrer offensichtlichen Unerreichbarkeit erst gar nicht in Angriff nimmt? Auch Ängste oder negative Erfahrungen können ein Hindernis auf dem Weg zu einem glücklichen und erfolgreichen Leben sein. All diese Hürden lassen sich jedoch souverän meistern, wenn man die Kunst, den eigenen Geist zu kontrollieren und seinen Plänen mehr Struktur zu verleihen, mithilfe einiger einfacher Methoden lernt.

Mentaltraining zur Bewältigung alltäglicher Herausforderungen

Angesichts der Fülle an verschiedenen Maßnahmen können hier natürlich nur einige exemplarisch herausgegriffen werden. Aus Prüfungsphasen ist einem möglicherweise schon die Technik vertraut, sich die Situation, die Angst oder Unbehagen auslöst, im Geist genau vorzustellen. Dabei sollte man ein detailgetreues Bild von dem schlimmstmöglichen Ausgang zeichnen. Spielt man dieses Szenario mehrfach mental durch, so verliert es mit der Zeit den Schrecken des Unbekannten und man wird in der Prüfungssituation an sich viel ruhiger und gelassener auftreten, da man das eventuelle negative Resultat ja bereits einmal in der eigenen Vorstellung erlebt und offensichtlich unbeschadet überstanden hat. Die Kraft der Imagination kommt auch zum Einsatz, wenn man seine Angst vor gewissen Personen bekämpfen möchte. Ein Vortrag vor der Prüfungskommission oder dem Vorstand kann selbst erfahrene Redner aus dem Konzept bringen und die Furcht vor einem Blackout, wenn man alle Augen auf sich gerichtet sieht, führt zumeist noch zu einer Steigerung des Unbehagens und im schlimmsten Fall sogar zu dem Auftreten des gefürchteten Phänomens. Hier hat sich oftmals die Strategie bewährt, sein Publikum in einem weniger ehrfurchtseinflößenden Kontext zu sehen. Ob man die ZuhörerInnen nun im Geiste mit einer lustigen Mütze ausstattet oder sie sich als Kleinkinder vorstellt, ist letztendlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Denn hier kommt es nur darauf an, einer durchaus ernsten und womöglich zukunftsträchtigen Situation das Element der Leichtigkeit zu verleihen, so dass man sich und sein Talent aus Furcht nicht selbst blockiert. Und wie bei allen Methoden gilt auch in Bezug auf das Mentaltraining, dass nur anhaltende Übungen und eine regelmäßige Anwendung zu dem gewünschten Erfolg führen.

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