Tai-Chi

Tai-Chi, genauer gesagt Tai-Chi Chuan, ist eine alte Kampfkunst, die aus China stammt. Sie gilt als sogenannte innere Kampfkunst, dies bedeutet, dass der Fokus hier nicht darauf liegt, rohe Kraft herauszubilden, sondern eine ganz bestimmte Entspannungsform, die sehr weiche Bewegungen beinhaltet. Tai-Chi umfasst sehr viele Aspekte, so wie zum Beispiel die Gesundheit, Meditation aber auch Selbstverteidigung. Aber auch die Möglichkeit, seine eigene Persönlichkeit zu entfalten, gehört zu diesen Aspekten.

Tai-Chi © jtanki - Fotolia.com

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Seit mehr als 400 Jahren wird Tai-Chi bereits in China praktiziert, in Deutschland entwickelt sich die Sportart seit den siebziger Jahren immer mehr zur einem Volkssport. Eingesetzt wird Tai-Chi vor allen Dingen für die Gesunderhaltung des Körpers und die Steigerung des gesamten Wohlbefindens. Es gibt unterschiedliche Ausprägungen, diese reichen von den esoterischen Varianten über Wellness bis hin zur wirklichen Selbstverteidigung. Mittlerweile gibt es überall Kurse, um Tai-Chi zu erlernen, zum Beispiel in speziellen Tai-Chi-Schulen, aber auch Universitäten, Volkshochschulen, Fitnesszentren und Rehabilitationszentren bieten solchen Unterricht an. Sehr gerne wird auch die Möglichkeit genutzt, während eines Wellnessurlaubs oder eines Sporturlaubs einen entsprechenden Kurs zu belegen und Tai-Chi zu erlernen.

Bereits seit sehr vielen Jahren wird Tai-Chi in China eingesetzt für die Prävention von Erkrankungen, aber auch für die Unterstützung der Heilungsprozesse bei unterschiedlichen Krankheiten. Es ist ein sehr wesentlicher Bestandteil der bekannten traditionellen Chinesischen Medizin, auch bekannt als TCM. Bei verschiedenen Beschwerden soll Tai-Chi eine positive Wirkung haben.

Die Bewegungen des Tai-Chi werden für gewöhnlich sehr langsam, aber auch gleichmäßig ausgeführt, ein gewisser Fluss muss vorhanden sein. Dabei entspannt sich der Übende nach und nach. Die Atmung wird dadurch ruhiger, langsamer und auch tiefer. Führt man Tai-Chi länger durch, werden sowohl der Körper als auch der Geist wieder beweglicher. Eine weitere positive Wirkung hat Tai-Chi auf die Gelenkstellungen und die gesamte Körperhaltung, die sich zunehmend verbessern wird. Durch die Übungen werden Muskeln, Knochen, Bänder und Sehnen gestärkt.

Tai-Chi bietet aber auch einen nicht zu unterschätzenden meditativen Aspekt, so kann der Geist geklärt werden. Durch die langsamen Bewegungen, die mit der natürlichen und sehr tiefen Atmung
kombiniert werden, und der Tiefenentspannung, die dadurch unweigerlich eintritt, ergibt sich ein sehr positiver Effekt auf das Nervensystem. Gleichzeitig wird der Stoffwechsel verbessert.
Insgesamt fühlt man sich gleich entspannter. Durch die ausgleichende Wirkung, die die Tai-Chi Übungen mit sich bringen, erhält der Übende mehr Vitalität, Gesundheit, Lebensfreude und auch Fitness. Es reicht bereits eine kurze Zeit aus, in der man regelmäßig übt, damit sich diese Effekte einstellen können. Sie intensivieren sich immer stetig weiter.

Die Bewegungen, auch Positionen genannt, werden ausgeführt nach einer Choreographie, die festgelegt ist. Man kann sich dies so vorstellen, als wenn man nacheinander unterschiedliche Bilder mit dem Körper einnimmt, die geschieht immer fließend. Der große Vorteil des Tai-Chi ist, dass man nur recht wenig Platz benötigt, um es durchzuführen, auch ist keinerlei bestimmte Ausrüstung notwendig. Noch dazu kann beinahe jeder Tai-Chi praktizieren, unabhängig vom Alter oder auch vom Fitnesslevel. Hat man die Positionen erst einmal erlernt, kann man sein ganzes Leben lang Tai-Chi ausüben. Es gilt als ein sehr effektives Mittel für die Gesunderhaltung sowohl von Körper als auch Geist.

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